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Make Art Not War

Bildungszentrum St. Wolfgang spendet über 6.000 Euro für Kinder in Lwiw

Bild: Sebastian Schmid

„Normalerweise profitiert unsere Einrichtung von Spenden – wegen der aktuellen Situation in der Ukraine war es unseren Kindern ein Anliegen selbst zu helfen“, sagte Jürgen Horn, der Leiter des Bildungszentrums St. Wolfgang. Bei gemeinsamen Aktionen der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte, der Eltern und des Elternbeirats kam die stolze Summe von 6090,12 Euro zusammen.

​​​​Am Mittwoch nahmen Wolfgang Berg, Inge Gerlach und Hubert Tausendpfund als Vertreter der KJF-nahen Stiftung kirchlicher Kinder- und Jugendhilfe „Für junge Menschen“die Spende entgegen. Sie wird über den Sonderfond „Nothilfe Ukraine“ zur Unterstützungvom Krieg betroffener Kinder im ukrainischen Lwiw (Lemberg) eingesetzt. Die Vorsitzende der Stiftung, Inge Gerlach, sprach den Kindern und den Lehrkräften ihren Dank aus: „Die gesamte Schulfamilie ist dem Aufruf gefolgt und hat sich beteiligt, das spiegelt sich in der tollen Spendensumme wider.“

„Das können wir auch!“
Ein Großteil der Spende stammt aus dem Verkauf von Leinwänden, die in den Farben der Ukraine gestaltet sind, und die Aufschrift „Make Art Not War“– also Macht Kunst, nicht Krieg – tragen. In drei Wochen stellten die Kinder über 50 davon her. Straubinger Geschäfte, Arztpraxen und Anwaltskanzleien honorierten die Werke mit Spenden. Die Idee dazu hatte die Lehrerin Susanne Neumann, als sie einen Artikel über einen ukrainischen Künstler las. „Er sagte, dass er zwar nicht selbst für sein Land kämpfen könne, aber durch seine Zeichnungen einen Beitrag leisten will. Da dachte ich mir: Das können wir auch!“, erzählte Susanne Neumann. „Unsere Aktion hat sich groß entwickelt. Die Schüler sind dabei über sich hinausgewachsen. Sie haben Durchhaltevermögen und Konzentration bewiesen.“

Weitere Lehrkräfte beteiligten sich gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern: Die BS-Klassen buken mit Melanie Feldmeier Cookies, die sie gegen freiwillige Spenden verteilten. Damit erlösten sie rund 500 Euro. Stephanie Pöschl gestaltete mit der MS2-Klasse Friedenskerzen, die Pfarrer Johannes Hofmann segnete. Die Aktion brachte 300 Euro ein. Auch der Elternbeirat des Bildungszentrums beteiligte sich mit einer Spende von 300 Euro. „Wir waren uns schnell einig, dass wir einen Beitrag leisten wollen“, sagte die Vorsitzende Rosi Gradl.

Wolfgang Berg zeigte sich „schwer beeindruckt“ von der Hilfsbereitschaft der Schulgemeinschaft und kündigte an, die Spende so schnell wie möglich zu den Empfängern nach Lwiw (Lemberg) weiterzuleiten. Ähnlich äußerte sich Hubert Tausendpfund: „Ich hoffe, ihr bleibt weiter so aktiv.“ Er betonte, dass bei der KJF-nahe Stiftung keine Verwaltungskosten entstehen, wodurch die vollständige Spendensumme den Betroffenen zugutekommt.

Text: Sebastian Schmid